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Achsvermessung

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Achsvermessung in Düsseldorf

Bei der Achsvermessung wird sichergestellt, dass alle Räder optimal am Fahrzeug ausgerichtet sind – dadurch werden Fahrverhalten, Kraftstoffverbrauch und Verschleiß der Reifen optimiert. Auch das Abrollgeräusch kann sich unter Umständen senken. Die Einstellungen für Sturz und Spur können sich beispielsweise durch eine Kollision mit einer Bordsteinkante, das Durchfahren eines Schlaglochs oder durch Verschleiß an Fahrwerkskomponenten verändern. Im deutlichsten Fall steht sogar das Lenkrad schief, wenn Sie geradeaus fahren.

Vorteile der Achsvermessung

Vorzeitiger und ungleichmäßiger Reifenverschleiß ist oft die Folge der unsachgemäßen Fahrwerkeinstellungen. Die richtige Spureinstellung kann dafür sorgen, dass Ihre Reifen mehrere Tausend Kilometer länger halten. Außerdem, wenn alle Einstellungen optimal sind, senkt sich auch der Verbrauch Ihres Autos. Somit durch geringeren Reifenverschleiß sparen Sie langfristig nicht nur Geld, sondern schonen auch die Umwelt.

Die falschen Einstellungen können besonders im Grenzbereich schwerwiegende Folgen haben. Gerade bei Vollbremsungen kommt es auf jeden Zentimeter an. Wenn Sie glauben, dass etwas an der Einstellung Ihres Fahrwerkes nicht stimmt, sollten Sie zur Sicherheit eine Achsvermessung durchführen lassen. Natürlich ist auch der Fahrkomfort deutlich besser, wenn alles entsprechend eingestellt ist.

Damit Ihr Auto exakt geradeaus fährt und sich präzise Steuern lässt, müssen die Räder unter allen Fahrbedingungen immer möglichst senkrecht auf der Straße stehen und weitestgehend parallel zueinander ausgerichtet sein. Die parallele Laufrichtung wird als Spur bezeichnet, der Winkel der senkrechten Achse – als Sturz. Nur bei korrekt eingestellten Spur- und Sturzwerten nutzen die Reifen die maximale Aufstandsfläche und gewährleisten ein sicheres Fahrverhalten.

Ist die Spur einseitig verstellt, zieht das Auto nach links oder nach rechts. Zudem verhält es sich in Linkskurven anders, als in Rechtskurven. Der Sturz wirkt sich dagegen auf die Auflageflächen der Reifen aus. Ist der Sturz beispielsweise negativ eingestellt (das Rad neigt sich oben zum Fahrzeug), erhöhen sich zwar die Seitenführungskräfte in schnellgefahrenen Kurven, aber der Geradeauslauf und der Bremsweg werden dabei beeinträchtigt. Hat sich der Sturz ins positive verstellt und das Rad neigt sich oben vom Auto weg, verschlechtert sich die Kurvenstabilität des Autos, da die Aufstandsfläche sich in schnellen Kurven weiter verringert.

Spureinstellung: Vorspur und Nachspur

Werksseitig ist die Spur an der vorderen und hinteren Achse oft nicht parallel eingestellt. Hier unterscheidet man zwischen Vorspur und Nachspur. Vorspur bedeutet, dass der vordere Teil der Räder dichter, als der hintere, zusammensteht – das rechte Rad lenkt also ein bisschen nach links, das linke Rad entsprechend nach rechts. Je nach Hersteller und angetriebener Achse liegt der Winkel der Vorspur an der Hinterachse bei den meisten Autos zwischen 0° und 5°. Starrachsen stehen immer bei 0°, die Räder sind hier absolut parallel zueinander. Nachspur bedeutet, dass die hinteren Enden der Räder enger, als die vorderen, zusammenstehen – das rechte Rad lenkt leicht nach rechts und das linke Rad entsprechend nach links. An der Vorderachse liegt die Vor- oder Nachspur meist in einem Bereich von jeweils maximal 3°. Ist der Winkel der Vor- oder Nachspur an den beiden Rädern einer Achse nicht exakt gleich eingestellt, leidet der Geradeauslauf darunter. Nur bei exakter Einstellung von Vor- und Nachspur heben sich die Lenkkräfte der jeweiligen Räder gegenseitig auf. Bedingt durch die jeweilige Fahrwerksgeometrie und den Rollwiderstand der Reifen, haben die Räder eines Autos die Tendenz, auseinander zu laufen. Durch eine leichte Vorspur lässt sich diese Tendenz überwinden. Auch der Geradeauslauf wird durch die bei Vorspur gegeneinander wirkenden Kräfte einer Achse begünstigt. Der Nachteil der Vorspur ist eine geringere Höchstgeschwindigkeit und erhöhter Reifenverschleiß. Auch das Einlenkverhalten und die Kurvenstabilität werden durch die Vor- und Nachspur beeinflusst.

Weniger Verschleiß, mehr Sicherheit

Durch verstellte Achsgeometrie werden die Reifen ungleichmäßig abgefahren und neigen zur Sägezahnbildung – es bilden sich kleine Absätze im Reifenprofil, wodurch das Abrollgeräusch stark zunehmen kann. Da die Aufstandsfläche der Reifen nicht optimal ist, verschlechtert sich auch der Bremsweg. Dazu kommt ein erhöhter Verschleiß von Radaufhängung, Federn und Stoßdämpfern sowie – als zusätzlicher Kostenfaktor – ein erhöhter Spritverbrauch. Ein weiteres Problemfeld, das bei modernen Autos hinzukommt, sind die elektronischen Assistenzsysteme. So sind beispielsweise der Spurhalte- und Abstandsassistent auf die jeweilige Fahrwerkseinstellung kalibriert. Ändern sich die Parameter des Fahrwerks, können die elektronischen Assistenten ihre Aufgabe nicht mehr korrekt erfüllen.

Wann ist die Achsvermessung notwendig?

Ein Blick aufs Profil sagt viel aus – Einseitig abgefahrene Reifen verraten eine fehlerhafte Lenkgeometrie. Hinweise auf eine falsche Achseinstellung geben auch polternde Fahrwerksgeräusche oder ein Quietschen, dass in Kurven ertönt, sowie ein schief stehendes Lenkrad.

Mindestens zwei Mal im Jahr sollten die Pneus beim Reifenwechsel einer Kontrolle unterzogen werden. Sind sie ungleichmäßig abgefahren oder weist ein Reifen stärkere Abnutzungsspuren, als der zweite auf der gleichen Achse, auf – deutet dies auf eine verstellte Spur oder einen fehlerhaften Sturz hin. Bemerken kann man eine verstellte Spur auch bei der Fahrt, wenn der Wagen nach rechts oder nach links zieht oder wenn ein schwammiges Lenkgefühl auffällt. Auf der anderen Seite schließt ein unauffälliges Fahrverhalten eine Fehleinstellung im Fahrwerk nicht aus.

Absolute Sicherheit bringt hier nur die Achsvermessung. Sie ist auch nach Arbeiten am Fahrwerk notwendig. Wurden die Tieferlegungsfedern oder andere Stoßdämpfer verbaut oder Teile der Lenkung repariert, steht im Nachgang eine Achsvermessung an. Gleiches gilt nach dem Wechsel von Querlenkern, Spurstangen(köpfen), beim Tausch eines Stabilisators, sowie nach dem Aufziehen von Reifen einer anderen Dimension oder Montage von größeren Alufelgen.

Vorsorglich ist die Achsvermessung alle zwei Jahre empfehlenswert.

Zwei Methoden der Achsvermessung

Seit der Einführung moderner Mehrlenkerachsen, die sehr geringe Toleranzen aufweisen, ist eine optische Achsvermessung mit Hilfe von Spiegeln nicht mehr genau genug. Lediglich bei Old- und Youngtimern reicht diese Vorgehensweise noch aus. Bei modernen Autos wird hingegen stets eine elektronische Achsvermessung vorgenommen. Zum Einsatz kommen zwei Methoden bzw. Geräte, die verschiedene Fahrwerksparameter auslesen können.

  1. Elektronische Achsvermessung
    Der Computer zeichnet die Werte von Spur und Sturz auf.
    Am weitesten verbreitet ist die Laser-Achsvermessung. Hier werden an jedem Rad Sensoren montiert, die ihre Position absolut und untereinander abgleichen. Das Ergebnis wird entweder in Ist-Werten ausgegeben, oder direkt in einem Computer mit den Soll-Werten des jeweiligen Fahrzeugs abgeglichen und grafisch dargestellt. Je nach Alter und Typ des Fahrzeuges dauert eine Achsvermessung mit dieser Methode zwischen 30 Minuten und zwei Stunden.
  2. 3D-Messung
    Reflektoren werden an den Rädern montiert, um ein 3D-Modell zu erstellen.
    Schneller und unkomplizierter ist die Methode, bei der Reflektoren mit kleinen Punkten an den Rädern montiert werden, deren Position dann von einer Kamera aufgenommen wird und die dann in ein 3D-Modell umgewandelt werden. In der Regel dauert die 3D-Achsvermessung nur wenige Minuten.

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